MS-DOS: Befehle und Arbeitsweise des ersten Microsoft Betriebssystems
MS-DOS als Betriebssystem ist erstaunlicherweise vielen PC-Nutzern noch immer ein Begriff, obwohl zumindest der Durchschnitts-User damit heute kaum noch in Kontakt kommt. Doch DOS ist die Grundlage diverser Windows-Versionen und damit für Programmierer noch immer interessant.
Das Kürzel MS-DOS steht für Microsoft Disk Operating System. MS-DOS basiert auf einer Entwicklung für eine CPU-Einsteckkarte, die in der Folgezeit auf den IMB-PC übertragen wurde. Das Betriebssystem, das für die x86-PCs entwickelt wurde, war das erste von Microsoft und dominierte Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre den Markt. Es wurde im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt und ausgebaut, um immer neue Anwendungen zu ermöglichen. Spätesten seit der Jahrtausendwende haben jedoch andere Betriebssysteme endgültig die Marktführung übernommen.
MS-DOS: Arbeitsweise des ersten Microsoft Betriebssystems
Wie sein Name bereits verrät, arbeitet das System über Datenträger. Drei Kern-Dateien bestimmen die Funktionsweise von MS-DOS. Das erste, MSDOS.SYS, verwaltet Dateien sowie Programme in einem regelmäßig aktualisierten Inhaltsverzeichnis. IO.SYS ist mit seinen Treibern für den In- und Output zuständig. Und COMMAND.COM schließlich funktioniert als Schnittstelle zwischen Rechner und Nutzer und setzt die eingegebenen Befehle um. Dabei gibt es sowohl interne – beim Start geladen und jederzeit verfügbar – als auch externe – von einem Datenspeicher ins RAM geladen – Befehle.
MS-DOS: Befehle und Parameter
Nach dem Start von MS-DOS kann man im DOS-Prompt die Befehle eingeben. Der erste Buchstabe des Befehls bezeichnet den Namen des Laufwerks: c für eine Festplatte, a zumeist für eine Diskette, d üblicherweise für eine CD-ROM. Es folgt ein Doppelpunkt und ein \, wohinter von weiteren \ abgetrennt diverse Verzeichnisse eingegeben werden können, also etwa c:\windows für den Ordner Windows.
Durch das Anhängen von Parametern hinter einem / (hier also in die andere Richtung!) kann man die Ausführung des Befehls erweitern und bestimmen. /? listet in einer Hilfe-Funktion mögliche Parameter für den aktuellen Befehl, während /p die Ergebnisse Seiten-weise anzeigt und nicht als Endlosliste, bei der nur noch die letzten Ergebnisse sichtbar sind (bei manchen Kommandos muss stattdessen /more angehängt werden).
MS-DOS: Grundlagen-Befehle
dir – das Aufrufen des Inhaltsverzeichnisses, directory genannt. Für die Festplatte würde der Befehl so aussehen: c:\dir
cd c – Wechsel des Verzeichnisses (in diesem Fall c). cd steht für change directory
cd.. – Wechsel zum nächst-höheren Verzeichnis
del – Löschen einer Datei (delete). Dazu an „del“ entweder das Verzeichnis (alle Dateien in diesem werden dann gelöscht) oder den Dateipfad anhängen. Durch zusätzliches Angeben von Dateiendungen werden alle Dateien in diesem Format gelöscht: del c:\ordner2.doc
copy – Kopieren einer Datei in ein anderes Verzeichnis. Dazu wird der Pfad der Datei sowie der Zielort und der hier gewünschte Name der Datei angehängt: copy c:\bilder\sommer.jpg a:\sommer.jpg
move – Verschieben einer Datei. Funktioniert wie copy, nur dass die Datei aus dem Ursprungsverzeichnis ausgeschnitten wird und hier dann nicht mehr vorhanden ist.
format a: – Formatieren eines Laufwerks (in diesem Fall Diskette a).
type x – Anzeigen einer Datei (in diesem Fall Datei x) auf dem Bildschirm.
print x – Drucken der Datei x. Durch Anhängen von /d:drucker1 kann das zu benutzende Gerät bestimmt werden (in diesem Fall Drucker 1).
Die Fülle an DOS-Befehlen ist überwältigend. Für das Entdecken dieser großen Vielfalt und für sonstige Informationen über MS-DOS ist ein hilfreiches Computer Forum für Jeden zu empfehlen, der sich noch in den Grundlagen befindet. Fortgeschrittene können sich an entsprechender Fachliteratur versuchen, um das eigene Arbeiten mit MS-DOS weiter voranzutreiben.
